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Unser Medienhaus
im Herzen von Hamm
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Wir gratulieren.


Das Team von Polster Aktuell
gratuliert ganz herzlich
zum Neubau des Medienhauses
Westfälischer Anzeiger
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Vom Fachwerkbau zum Medienhaus

Fachwerkhaus

Seit 158 Jahren befindet sich der Firmensitz des Westfälischen Anzeigers an der Südostecke des Hammer Marktplatzes. Gustav Grote erwarb 1849 das Grundstück Widumstraße 2 aus der Konkursmasse der Schulz & Wundermannschen Buchdruckerei und Buchhandlung und verlegte seinen Druckereibetrieb, seine Buchhandlung und das „Wochenblatt für den Kreis und die Stadt Hamm“ am 3. April 1850 dorthin.

Das verputzte Fachwerkhaus an der Ecke von Widum- und Gutenbergstraße, so stellte der Kunsthistoriker Max Jucho 1927 fest, stamme sicherlich aus der Zeit vor 1700. Südlich davon, zur Königstraße hin, müsse sich ein Adelshof oder eine größere kirchliche Ansiedlung aus dem 16. Jahrhundert befunden haben, davon zeugten gewölbte Keller. Die Ausgrabungen der LWL-Archäologie für Westfalen im Vorfeld des Neubaus an der Königstraße 2016 zeigten, dass es hier bereits im Hochmittelalter eine aufwändige Bebauung gegeben haben muss.
Tatsächlich verweist der Name „Widumstraße“ auf kirchliche Versorgungsgüter oder Pfarrhäuser. 1481 wurde die Straße erstmals urkundlich erwähnt, 1650 ließ „der große Kurfürst“ Friedrich Wilhelm (1620-1688) als Landesherr mehrere Kirchengüter zugunsten des geplanten Gymnasiums einziehen, weshalb dort später Professoren und eben Drucker ansässig waren.

Nachdem die Grotesche Druckerei ins Haus Nummer 2 eingezogen war, breitete sie sich – mit etwas zeitlicher Verzögerung – in der Nachbarschaft aus: Das Unternehmen erwarb bis 1933 die Häuser Nummer 4, 6 und 8, dazu die südlich anschließenden Grundstücke an der Königstraße 42 bis 45.

1890 und 1897 ließ Verleger Emil Griebsch an der Widumstraße Neu- und Erweiterungsbauten errichten. Die Grundstücke waren schmal und lang, weshalb weitere Aktivitäten in Richtung Süden gingen: 1913 entstand an der Königstraße 43/44 ein mächtiges Satz- und Druckhaus, das erst 2016 dem neuen Medienhaus für den Westfälischen Anzeiger und Radio Lippewelle wich.

Der Verlag behielt seinen Sitz trotz der Kriegszerstörungen auf dem Gelände an Widum- und Königstraße. Und wagte dort den großen Neubau: 1966/67 entstand nach Plänen des Hammer Architekten Rudolf Rullkötter ein modernes Pressehaus. Die Redaktionen lagen zur Gutenbergstraße hin, die neue Rotation war im Gebäudeflügel zur Königstraße untergebracht. Die alte Geschäftsstelle an der Widumstraße 2 blieb zunächst bestehen, wich einige Jahre später jedoch einer Erweiterung des Pressehauses.
An der Königstraße hatte die frühere Evangelische Ostschule als einziges Vorkriegsgebäude Luftangriffe und Nachkriegsstadtplanung überstanden, wurde aber 1983 abgerissen. Die benachbarte Druckerei Westermann beherbergte bis 2015 Radio Lippewelle, wich dann aber dem aktuellen Neubau.

An der Widumstraße ist noch ein guter Eindruck früherer Jahrhunderte erhalten. Dazu trägt besonders das denkmalgeschützte Fachwerkhaus Nummer 12 bei, das 2000 vom Verlag aufwändig saniert wurde und heute als WA-Geschäftsstelle als Eingangstor zum neuen Medienhaus dient.

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