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Unser Medienhaus
im Herzen von Hamm
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Wir gratulieren.


Das Team von Polster Aktuell
gratuliert ganz herzlich
zum Neubau des Medienhauses
Westfälischer Anzeiger
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Archäologen entdecken kleinteilige Einzelfunde

Neubau

Der Schlüssel ist als solcher kaum noch zu erkennen: Griff, Halm und Bart sind nach Jahrhunderten fest von Rost umschlossen, die ursprüngliche Form ist nur noch zu erahnen.

Zu Tage kam das gut sechs Zentimeter große Stück bei den Ausgrabungsarbeiten auf dem Gelände des Westfälischen Anzeigers an der Königstraße.

Mitarbeiter der LWL-Archäologie für Westfalen untersuchen dort seit Mai eine frühere Parkplatzfläche, auf der ein neues Medienhaus für den WA entstehen soll. Sie legten die Fundamente mehrerer Gebäude frei und fanden Hinweise auf eine Brandkatastrophe des 13. Jahrhunderts. Inzwischen mehren sich auch kleinteilige Einzelfunde.

Zum Beispiel der Schlüssel: Der Archäologe Dr. Georg Eggenstein spricht von einem Eisenschlüssel mit einfachem Bart, wie er im Mittelalter üblich war. Damit seien Truhen, aber auch Türen abgeschlossen worden. Zeitlich will Eggenstein sich nicht festlegen: Das Metallteil könnte aus dem 13., aber auch aus dem 16. Jahrhundert stammen. Der Fund an sich deute auf einen höheren Lebensstandard hin, so Eggenstein.

Burgen und Städte
Schlösser seien komplexe Anlagen, die sich nur in Burgen und Städten fänden. Für das weitere Schicksal des Fundstücks ist er optimistisch: Der Eisenkern sei sicherlich erhalten, die ursprüngliche Form wiederherstellbar. Freude machen den Archäologen auch die Scherben, die sich im Boden finden. Manches passe zusammen, sagt Dr. Eva Cichy vom LWL und fügt zwei Teile eines Henkels aneinander.

Bei den Funden handele es sich um eine Frühform des so genannten Steinzeugs, eine einfache Keramik, die im 13. und frühen 14. Jahrhundert in Siegburg gefertigt worden sei. Die Hammer Funde seien durchweg verformt und zersplittert – wohl, weil sie bei eben jenem Brand in Mitleidenschaft gezogen worden seien.

Feuer im 13. Jahrhundert

Die rote Brandschicht, die die Archäologen früh gefunden hatten, liegt in eineinhalb bis zwei Metern Tiefe. Darunter habe man verkohlte Hölzer und eben jene verformten Gefäßfragmente gefunden, sagt Cichy. Ihre Schlussfolgerung: Hier müssen Gebäude gestanden haben, die im 13. Jahrhundert abbrannten und dann eingeebnet wurden.

Darauf entstanden neue Gebäude: Die groben Grünsandsteinmauern, die freigelegt wurden, deuten Eggenstein zufolge auf das Spätmittelalter oder die Frühe Neuzeit hin. Cichy hält eine Scheune für möglich, die den hinteren Bereich einer Hofanlage zwischen Widum- und Königstraße gebildet haben könnte.

Bei einem von zwei Becken, die freigelegt wurden, vermutet sie einen gewerblichen Zusammenhang, vielleicht eine Gerberei.

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